COHORS I PIA FIDELIS RAETORUM

 

 

In unserem ersten Projekt befassen wir uns mit der COH. I. P. F. RAET., einer Auxiliarkohorte, die 25 km entfernt von unserem Heimatort am Alblimes stationiert war. Die Darstellungszeit ist die 2. Hälfte des 1. Jahrhunderts und der Anfang des frühen 2. Jahrhunderts. Die Gruppe rekonstruiert die für diese Zeit typische Ausrüstung der Auxiliare und dazugehörige Lagergegenstände für das Projekt größtenteils selbst.

 

Da diese Einheit kaum erforscht ist, muss viel Recherchearbeit geleistet werden und notfalls ähnliche Kohorten, über die mehr bekannt ist, als Vorbild herangezogen werden.

 

Nach unseren Recherchen wurde die Kohorte unter Octavian aufgestellt, vermutlich direkt nach der Eroberung des Alpenvorlandes um 15 v. Chr. Die Einheit nahm ganz sicher 16 n. Chr. an der Schlacht von Idistaviso in Germanien teil. 69 n. Chr. stellte sich die Kohorte, die an der Donau staioniert war, auf die Seite des Vitellius. Zusammen mit der 21. Legion aus Windisch und Vexillationen der 4. Legion und der 22. Legion aus Mainz schlägt sie den Aufstand der Helvetier nieder. Im Jahre 70 n. Chr. nimmt die Einheit am Bataverkrieg teil und wird nach deren Niederwerfung neu aufgestellt. Im ausgehenden 1. Jahrhundert war die Kohorte in Donnstetten am Alblimes stationiert. Im 2. Jahrhundert ist sie durch einen Ziegelstempel im Kastell Schirenhof bei Schwäbisch Gmünd nachgewiesen. Im 3. Jahrhundert taucht die Einheit zuletzt in der Provinz Cappadocia auf. Danach verliert sich ihre Spur.

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